Heute erzähle ich dir, welche Erkenntnisse ich als INFP aus dem Bloggen gezogen habe und nehme dich mit in meine Bloggeschichte.

Ich habe heute einen Beitrag in einem anderen Buchblog gelesen, darüber was die Person vor dem Bloggen gewusst hätte. Dabei war zB, dass man am Anfang erstmal sehr lange wenige bis keine Aufmerksamkeit bekommt. Außerdem geht viel heutzutage eher über Instagram und co. und wird von den Blogs weggelenkt.

Als INFP lese ich so etwas und versuche meine Inspiration daraus zu ziehen und zu überlegen, was das mit mir jetzt macht. Ich gehe also wie jeden Tag draußen entlang und lasse meine Gedanken schweifen und mir wird klar, warum ich das hier jetzt mache.

Meine Anfänge beim Bloggen

Ich habe mit 13 meinen ersten Blog eröffnet und zwar zum Thema Bücher. Ich habe schon immer schon gerne gelesen und es hat mich beeindruckt die anderen Blogs zu lesen. Damals habe ich nicht gebloggt, um Erfolg zu haben oder eine Karriere zu starten. Ich wollte meine Gedanken mit der Welt teilen und vielleicht auch Menschen finden, um mit ihnen über meine Leidenschaft zu schreiben.

Ich habe nur geschrieben und sonst eigentlich nichts. Pinterest kannte ich noch nicht, Youtube war für mich nichts anderes als eine Plattform, wo man kostenlos Musik hören konnte oder lustige Videos waren. Ich habe ehrlich gesagt nie darüber nachgedacht, dass da Leute dahintersteckten. Instagram und Twitter waren damals für mich etwas, das ich kurz ausprobierte und es wieder ließ. Es war mir einfach zu viel Input dort und ich fand nichts, was mich weiterbrachte. Auf Facebook war damals jeder, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, da meine Blogbeiträge zu teilen, weil dort auch Leute aus meiner Schule waren. Als INFP hatte ich auch nie das Bedürfnis alles mit meinen Mitmenschen zu teilen, wenn sie mir nicht nahestehen. Mir war gar nicht bewusst, dass man aktiv als Blog auf sich aufmerksam machen muss.

Also führte ich damals meinen Blog relativ still und bekam kaum Kommentare. Ich schrieb auch fast nie bei anderen Kommentare, weil ich mir denke, meine Gedanken stehen da ja schon, wozu sollte ich etwas schreiben.

Alles ändert sich

Irgendwann lernte ich dann meinen Mann kennen. Dabei trennte ich mich in einem langen Prozess von meiner Familie und der Umgebung, die mich damals sehr belastet haben. Ich las nicht mehr so viel, da das damals mein Rückzug vor der Welt war, und musste schauen, wer ich jetzt eigentlich sein will. Ich hatte verschiedene Ideen für meinen Blog, aber alles hat nicht so ganz funktioniert. Dann erfuhr ich irgendwann, dass man ein Impressum haben muss, wenn man öffentlich im Internet unterwegs ist. Daraufhin habe ich irgendwann meinen Blog erstmal auf Eis gelegt, da ich sowieso nichts mehr geschrieben habe. Das wurde mir alles zu heikel.

2021 sind wir dann in unsere erste eigene Wohnung gezogen. Ich hatte vorher schon den Wunsch nochmal einen Blog zu starten, aber wegen dem Impressum war ich mir super unsicher. Jedenfalls las ich mir viel durch, um ja nichts falsch zu machen. In dem Jahr habe ich dann einen Instagram-Account erstellt. Ich hatte das Gefühl, dass alle “erfolgreichen” Leute das haben und ihren Content dort teilen.

Im ersten Jahr habe ich einfach total chaotisch geschrieben, da ich absolut keinen Plan hatte. Ich war teilweise echt verzweifelt und wusste nicht, was ich machen soll. Das Blogding lag mir total am Herzen, aber ich merkte, dass ich auf Instagram wesentlich schneller und mehr Aufmerksamkeit bekam.

Ich werde Künstlerin.. oder doch nicht?

Im nächsten Jahr setzte ich mir dann in den Kopf als Künstlerin durchzustarten, da ich immer gerne schon malte. Die anderen Künstler*innen auf Instagram & co sahen so erfolgreich aus. Dann dachte ich, ja das ist der Weg für mich.  

Ich war total motiviert, setzte wieder einen Blog auf. (Ja, den anderen hatte ich wieder gelöscht in der Zwischenzeit.) Dann habe mir alles mögliche durchgelesen, um ein erfolgreiches Business zu starten.

Als INFP hat man es bei der Selbstfindung nicht wirklich leicht. Ich sehe etwas bei anderen, das mir gefällt und ich denke sofort, das will ich machen. Auf kurz oder lang merke ich dann aber oft, nein, das tut mir nicht gut. Ich kann mich super schnell begeistern, aber auch genauso schnell wieder andersherum gehen.

Aus diesem Grund habe ich jetzt 2 Jahre lang versucht, irgendwie selbstständig zu werden und ein bisschen Geld so zu verdienen. Jeder Monat war der Punkt, an dem ich dachte, nein, ich mache es so, dann passt es. Es war aber eben ein Kreislauf, da ich komplett gegen mich gehandelt habe.

Mein Problem mit Instagram

Ich habe schon angesprochen, dass Instagram für mich früher zu viel war. Und vor allem in den unsicheren Momenten war das auch heute noch präsent. Diese ganzen verschiedenen Meinungen, Werbungen und der schnelle Content hat meine Persönlichkeit, die sowieso schon etwas zu Unruhe neigt, noch unruhiger werden lassen.

Ich kann gar nicht zählen wie oft ich Instagram für die Löschung vorgemerkt habe und Tage davor wieder rückgängig gemacht habe, weil ich dachte, ich bräuchte es. Und so ging es eben bis letztes Jahr die ganze Zeit weiter. Ich verkaufte nix, ich bekam fast keine Kommentare und ich kam nicht dazu den inneren Stimme in diese Richtung mehr zuzuhören, da überall andere Creator mit ihren Ideen waren, die so verdammt erfolgreich aussahen.

Aber damit habe ich aufgehört. Ich habe gemerkt, dass mir das alles gar nichts bringt, so kann ich mein Leben nicht führen. Ich bin ein Mensch, der nach seinen Werten handelt und dieses Marketing und alles, was auf diesen Plattformen in diese Richtung passiert, bin ich einfach nicht.

Richtig aktiv war ich immer nur auf Pinterest und Youtube, da diese Plattformen für mich irgendwie nicht so eine negative Energie verströmen. Und so halte ich es jetzt auch. Ich akzeptiere mich so wie ich bin, mit allen chaotischen und idealistischen Verhaltensweisen und Gefühlen.

Wie ich jetzt blogge

Seit 2 Wochen auch auf die Weise, dass ich meinen Blog so wie früher führe, nur mit viel mehr Offenheit und Selbstbewusstsein. Ich habe viele Ideen und will sie einfach umsetzen. Schreiben über was ich will und was mich den Flow beim Schreiben fühlen lässt. Das positive Nebenprodukt davon merke ich jetzt schon. Es ist ein wesentlich freieres Gefühl, da ich diese Ideen nicht mehr nur mit mir herumtrage.

Ich weiß, dass jeder diese selbstbewusste und offene Seite erst selbst finden muss und es teilweise echt schwer ist, aber ich will nur jedem, der das liest, mitgeben, dass es das wert ist. Außerdem habe ich gelernt meinem Gefühl zu trauen, denn am Ende hatte mein Selbst damit früher recht, dass ich von Instagram Abstand gehalten habe.

Trau deinem inneren Gefühl und handle nicht gegen dein Bauchgefühl, es wird immer recht haben.

Für mich ist an dem Punkt der Plan diesem Gefühl zu folgen und vielleicht kann ich so, auf meine ruhige Art trotzdem irgendwann über Affiliates, kleine Verkäufe oder auch vielleicht über Unterstützungsplattformen ein wenig unser Leben finanzieren.

Als INFP geht es mir auch so, dass mir persönlich Geld eigentlich total egal ist. Meine Motivation dabei ist, dass ich meinen Mann ein wenig unterstützen kann und er seinen Weg noch weiter finden kann, das ist mir viel wichtiger.

Es würde mich freuen, deine Meinung zu dem Format und dem Thema in den Kommentaren zu lesen. Den letzten INFP Eintrag findet du hier.

Und damit verabschiede ich mich für heute und wünsche dir ein Lächeln im Gesicht 😊

Deine Jenny

Jenle

Introvertierte Bloggerin | Tagträumerin | Ich liebe alles Kreative und freie in der Welt.

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