Was mich derzeit beschäftigt – Selbstfindung, Journaling, Persönlichkeit

Was mich derzeit beschäftigt – Selbstfindung, Journaling, Persönlichkeit

In unserer heutigen Welt strebt viel nach Perfektion und der größtmöglichen Produktivität. Ich fühle mich von all dem total überfordert und es stresst mich, wenn ich mich dem zu sehr aussetze. Ich liebe es zu schreiben und Dinge zu teilen, aber wenn ich meine Ideenliste anschauen, denke ich, dass ich für diese theoretischen Sachen derzeit keine Motivation habe. Aus dem Grund schreibe ich jetzt einfach drauflos, da ich schon immer gerne einen Blog geführt habe und dieses Medium mag.

Anfang des Jahres dachte ich, ja ich bleibe doch auf Instagram und hab sogar Threads mal ausprobiert, aber ich habe gemerkt, dass ich dort diesen Druck auf mir fühle, den Stress wenn ich einer Situation mit zu vielen Menschen bin.

Es kommen dann ein paar Tage in denen ich das Gefühl habe etwas dringend ändern zu müssen. Vor einem Jahr noch habe ich dann sofort gehandelt und nach einer Woche mich wieder komplett anders gefühlt, weshalb ich diesmal dachte, ich warte einen Monat, weil das sich meistens dann wieder legt. Ich habe mich auf Pinterest fokussiert und nach 1-2 Wochen gemerkt, dass sich dieser ruhige Weg mit Pinterest und meinem Blog sehr gut anfühlt. 

Am nächsten Tag habe ich dann Instagram wirklich jetzt wahrscheinlich endgültig zur Löschung angemeldet. Ich war in meiner Jugend niemand der Instagram oder Twitter benutzt hat und habe mir nur für den Blog damals 2021 erstellt. Ich dachte, dass man das zur Werbung braucht. Ich finde die Idee der Plattform auch gut, aber ich fand es einfach anstrengend dort, weil es für mich zu populär ist. Ich kann das nicht ohne dass es manche verletzen könnte sagen, aber für mich hat es sich einfach wie ein Raum voller Menschen, die ihren Smalltalk und ihre Produkte mit dir teilen wollen, angefühlt. Da fühle ich mich einfach auf Pinterest entspannter und willkommener.

In der letzten Woche habe ich mich viel mit dem Thema Journaling beschäftigt, da ich nicht so ganz zufrieden mit meiner derzeitigen Situation da bin. Ich hatte mir ein Bulletjournal A5 Anfang des Jahres gekauft und verschiedene Sachen ausprobiert. Erst wollte ich meine Planung damit machen, aber ich bin super ungeduldig und kann solche Sachen nicht wirklich länger durchziehen, weswegen ich meine Planung wieder digital am Handy mache.

Danach habe ich angefangen, wie ich in meinem Beitrag zum Thema kreatives Tagebuch gezeigt habe, das Journal dazu genommen und das hat mich auch eine zeitlang glücklich gemacht, aber im Moment ist es mir für ein Tagebuch einfach zu groß geworden. Ich habe mir zwei kleine Notizbücher, die bisschen kleiner als A6 sind geholt und erstmal darin geschrieben. Das eine war noch reserviert für das Lernen vom japanisch, was ich derzeit lerne.

Anfang April habe ich mir dann noch ein Aquarelljournal geholt und ich bin total im Struggle wie ich alles machen will, weil ich auch alles gerne zusammen hätte. Ich finde die Idee von einem Junkjournal ganz nice, aber ich habe halt jetzt diese ganzen Journals da. In dem A5er mache ich jetzt ab und zu eine Collage mit den Papieren, die ich habe und ehrlich ich bin total begeistert und frage mich, warum ich das nicht früher angefangen habe.

Ein Ausschnitt aus meinen Kreativjournals. Ein A5 Journal mit Collagen und ein A6 Journal, in dem ich die meinen Alltag zeichne und so Tagebuch führe.

Ich weiß es schon leider.. Es liegt daran, dass ich 1. nicht mal auf die Idee gekommen bin und 2. weil Collagen in der Schule eher einen praktischen als einen kreativen Charakter bekommen und man dann nie auf die Idee kommt, das als etwas kreativ-künstlerisches zu sehen.

Ich will auf jeden Fall viele Dinge ausprobieren und werde hier auch darüber berichten, denke ich.

Eine Sache die mir gerade noch einfällt, die mich beschäftigt ist das Thema Persönlichkeit. Ich habe schon öfters, wegen meines introvertierten Ichs und meiner chaotischen Art schon ein paar Onlinetests gemacht. Es gibt diesen einen Test von 16Personalities.com und jetzt habe ich es endlich mal geschafft, mich dazu durchringen mich damit zu beschäftigen. Bei mir kam meistens der Typ INFP heraus. Das ist ein sehr seltener Typ, zudem ich mir gerade viel durchlese.

Ich muss dazu sagen, dass ich bei vielen Dingen, mit denen ich im Alltag zu kämpfen habe, dachte ich könnte es mit AD(H)S erklären. Ich bin nie getestet worden, aber ich habe mir auch dazu viel durchgelesen und Onlinetests gemacht und war mir 99% sicher, dass ich eine Art von AD(H)S habe. Ein paar Beispiele dafür sind, dass ich kein Zeitmanagement habe, ich bin chronisch zu spät, weil ich das nicht einschätzen kann. Nur durch meinen Mann habe ich ein bisschen gelernt lieber zu früh zu planen, aber das klappt auch nicht immer. Außerdem bin ich eine ziemlich Tagträumerin und verliere mich teilweise Ewigkeiten im Nachdenken. Wenn ich eine Idee habe, die ich umsetzen will, kann ich den Flow 1-2, vielleicht 3 Tage aufrechterhalten, aber danach ist meine innere Geduld bzw. das Brauchen von einem Moment des Erfolgs so strapaziert, dass ich keinen Bock mehr darauf habe und es abbreche. Das hat mich schon zurückgeworfen und mein ständiges Selbstreflektieren ist manchmal auch nicht leicht. Das sind nur ein paar Dinge, wo ich manchmal das Gefühl hatte, nicht gesellsschaftsfähig zu sein.

Ich habe nicht gedacht, dass ich doch so viel schreiben werde, aber manches muss halt raus.

Auf jede Fall habe ich bei dem Lesen über INFP gemerkt, dass vieles von dem was ich oben beschrieben habe und ein paar andere Dinge, wie dass ich es nicht aushalte mich zu verstellen und mich anzupassen, sondern ich alles tue um nach meinem besten Gewissen und der Ehrlichkeit mir selbst und anderen gegenüber handle. 

Ich habe das Gefühl in diesem Punkt langsam wirklich zu verstehen wie ich funktioniere und hoffe in Zukunft langsam meinen Platz in der Welt zu finden.

Derzeit helfe ich meinem Mann im Haushalt wie ich es hinbekomme, aber konnte mich nie in der Berufswelt einfügen. Ich versuche mich über das Schreiben und anderen kreativen Ausdrucksarten noch selbst zu finden und vielleicht auch irgendwann davon leben zu können.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht dieses Text zu schreiben und mal sehen wie es in Zukunft weitergeht.

Ich wünsche dir, wenn du das liest, einen schönen Tag und eine schöne Woche. Das Leben ist nicht leicht, aber wir können alle das Beste daraus machen, dass es ein schönes Leben wird.

Es würde mich freuen, wenn du bald wieder auf meinem Blog vorbeischaust.

Deine Jenny

Jenle

Introvertierte Bloggerin | Tagträumerin | Ich liebe alles Kreative und freie in der Welt.

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